Hingucken statt wegschauen!

Gegen Verbrechen an Kindern –

mitten in unserer Gesellschaft.

Hingucken statt wegschauen!

Gewalt gegen Kinder in Deutschland

Die meisten Fälle passieren in der Familie, Vereinen oder Jugendgruppen. Ausgerechnet dort, wo man sein Kind sicher aufgehoben glaubt. 

Gewalt an Kindern liegt vor, wenn ein Erwachsener oder Jugendlicher seine Vormachtstellung gegenüber einem Kind ausnutzt, um dieses zu einer Handlung oder einem Unterlassen zu bewegen, wodurch das Kind körperlich und/oder seelisch geschädigt wird. Ein Kind ist aufgrund seines Entwicklungsstandes nicht in der Lage, sich frei zu entscheiden, es kann also weder zustimmen noch ablehnen. Gewalt kann sowohl körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt als auch Vernachlässigung sein. Immer aber ist Gewalt ein Verbrechen an Kinderseelen – mit lebenslangen Folgen.

Die Deutsche Kinderhilfe will wachrütteln und Aufmerksamkeit schaffen: Jeder Einzelne von uns kann und muss helfen, Kinder vor Gewalt zu schützen: mit Aufmerksamkeit, Zivilcourage und der Bereitschaft, wichtige Hinweise weiterzugeben.

Wir fordern:

  • Bundeseinheitliche Standards in der Kinder- und Jugendhilfe.
  • Ein verpflichtendes erweitertes Führungszeugnis für alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. 
  • Verpflichtende Aus- und Weiterbildungen zum Thema Gewaltschutz für alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten
  • Alters- und Betroffenengerechte Begleitung von Kindern und Jugendlichen in Familien- und Strafrechtlichen Verfahren
  • Staatlich finanzierte Rechtsberatung für von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche
  • eine Reformierung des Strafgesetzesbuches für mehr Kinderschutz
  • kindgerechte Aufklärung über Kinderrechte und Jugendhilfe in Kitas und Schulen
  • Zivilcourage bei Gewalt gegen Kinder.

Kampagnen:

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Praxisleitfaden Kinderschutz in Kita und Grundschule

Kinderschutz in Kita und Grundschule - Das Buch der Deutschen Kinderhilfe ist da!
07104000_praxleitfaden kinderschutz 1_seite_1.jpgWir alle möchten Kinder stärken, sie beschützen, versorgen und beteiligen. Doch sind wir mit gegen Kinder gerichteter Gewalt konfrontiert oder haben einen Verdacht, sind wir oft hilflos.

Die Deutsche Kinderhilfe hat deshalb gemeinsam mit über 40 Expertinnen und Experten einen Praxisleitfaden zum Thema „Kinderschutz in Kita und Grundschule“ erarbeitet, welcher kurze und niedrigschwellig Erklärungen und Lösungen bereithält, die den Lesenden konkrete Erleichterungen im täglichen Umgang mit Gewalt und Verdachtsfällen bieten.

Aus dem Inhalt:
Erkennen von Gewalt: Unterscheidung von Unfall- und Schlagverletzungen
• Körperliche und psychische Folgen von Kindesmisshandlung
• Was brauchen Kinder und Jugendliche nach (sexuellen) Gewalterfahrungen?
• Ein Kind wurde sexuell missbraucht- was kann ich tun?
• „Warum hilft mir denn keiner richtig?“ zur strukturellen Grundproblematik in der kinder- und Jugendhilfe
• Mythos und Wirklichkeit in Sachen Haftungspflichten und Haftungsrisiko
• Hilfreiche Tipps zur Entwicklung eines Krisenleitfadens

Kindervertreter:

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Franziska Breitfeld | Assessor iur. / Volljuristin, Referentin Gewaltschutz und Familienrecht | E-Mail: breitfeld@kindervertreter.de
  

Kampagnen:

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Expertenberatung zum Thema Eltern-Kind-Entfremdung

Anlässlich des Internationalen Tages der Gewaltfreiheit bieten wir am 04. Oktober 2016 gemeinsam mit Dr. Christian T. Dum für Kinder und Jugendliche, deren Familien sowie für die interessierte Öffentlichkeit eine gezielte Beratung zur Problematik der Eltern-Kind-Entfremdung an.

Richten Sie Ihre Fragen, Sorgen oder Ängste rund um das Thema „Eltern-Kind-Entfremdung“ an diesem Tag direkt per E-Mail an expertenberatung@kindervertreter.de. Unser Experte Herr Dr. Dum steht Ihnen mit kompetentem Rat zur Seite.

Eine Auswahl der (allgemeinen) Fragen und Antworten unseres Beratungstages werden wir im Anschluss- natürlich anonymisiert- auf unserem Blog veröffentlichen.

Kindervertreter:

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Franziska Breitfeld | Assessor iur. / Volljuristin, Referentin Gewaltschutz und Familienrecht | E-Mail: breitfeld@kindervertreter.de

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Kooperationspartner:

Dr. Christian T. Dum  

Kampagnen:

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Fortbildungen zum Thema "Erkennen von Kindesmisshandlung und Gewalt" in Kindertageseinrichtungen

Lautbild-normal_missbrauch2.jpg Kriminalstatistik werden in Deutschland jährlich circa 20.000 Kinder Opfer von Misshandlungen und sexueller Gewalt. Mit dem Ziel, den Schutz von Kindern zu verbessern, bietet die Deutsche Kinderhilfe gegenwärtig bundesweit Fortbildungen in Kitas an, die das Fachpersonal schulen, Fälle von Vernachlässigung, Misshandlung und Gewalt frühzeitig zu erkennen und nach Möglichkeit zu verhindern.

Hierzu wird dem Kita-Team nicht nur aufgezeigt, wie Spuren am Körper eines betroffenen Kindes bewertet und wie diese von Unfall/-Krankheitsmerkmalen unterschieden werden, sondern auch wie Verhaltensauffälligkeiten, die auf Gewalt und sexuelle Gewalt deuten, erkannt und beurteilt werden können. Zudem klären wir im Rahmen der Fortbildung auf, welche Maßnahmen bei Gewalthinweisen und Anzeichen auf sexuelle Gewalt einzuleiten sind.

Bei Interesse oder Fragen zu unseren Kita-Fortbildungen, stehen wir Ihnen gerne unter
030 – 24 34 29 40 oder info@kindervertreter.de zur Verfügung.

Unseren Flyer zum Download finden Sie hier:

Kindervertreter:

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Rainer Becker | Vorstandvorsitzender, Polizeidirektor a. D. | E-Mail: becker@kindervertreter.de

Kampagnen:

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Kinderschutzhotline Mecklenburg-Vorpommern

schlüsselanhänger.jpgUm Kinder bestmöglich vor körperlicher und seelischer Gewalt zu schützen, wurde auf Initiative des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Kinderhilfe, Rainer Becker, in Mecklenburg-Vorpommern eine landesweite Kinderschutzhotline eingerichtet. Unter der Telefonnummer 0800 - 14 14 007 können sich Menschen mit Verdacht auf Misshandlung oder Vernachlässigung von Kindern rund um die Uhr an die Mitarbeiter der Hotline wenden – auf Wunsch hin auch anonym.

Die Hotline soll Menschen, die Gefahren für ein Kind wahrnehmen, motivieren, diese noch schneller den zuständigen Behörden mitzuteilen, um so Schlimmeres zu verhüten. Denn die Jugendämter und Polizei können nur so schnell reagieren, wie sie über gefährdete Kinder informiert werden.

Nach Übereinkunft mit allen Landkreisen und kreisfreien Städten des Landes wurde im Februar 2008 die erste und immer noch einzige Kinderschutzhotline in einem Flächenland freigeschaltet. Seitdem hat sich in Mecklenburg-Vorpommern - sicherlich auch durch das intensive Engagement der Jugendämter - die Zahl von Inobhutnahmen gefährdeter Kinder rund verdoppelt.

Die Deutsche Kinderhilfe unterstützt die Bekanntheit der Hotline durch die Verteilung von mittlerweile rund 30.000 Schlüsselanhängern mit der Hotline-Nummer.

Kindervertreter:

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Rainer Becker | Vorstandvorsitzender, Polizeidirektor a. D. | E-Mail: becker@kindervertreter.de

Kampagnen:

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Sicher zur Schule

bild-normal_missbrauch.jpgViele Eltern kennen die Sorgen, die auftreten, wenn Kinder sich erstmals ohne elterliche Begleitung auf den Weg zur Schule machen. Unsere Broschüre „Sicher zur Schule“ gibt Eltern, Kindern und Lehrkräften kindgerechte und praktische Tipps für einen gefahrlosen Schulweg.

Die Broschüre richtet sich direkt und in altersgerechter Sprache an die Kinder selbst, denen Sicherheitsstrategien aufgezeigt werden, ohne dabei Ängste zu schüren. Zudem wird das Bewusstsein für Risiken und die Kommunikation zwischen Kindern, Eltern und der Institution Schule gestärkt.

download-kl.gifBroschüre "Sicher zur Schule" zum Download


Kampagnen:

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Prozessbegleitung

Sekundärviktimisierung

Noch immer werden durch Straftaten Belastete mit ihren Erlebnissen allein gelassen. Ihr Leid wird bagatellisiert, spöttisch belächelt, ihre Schilderungen werden angezweifelt oder aus Angst oder Unsicherheit aus dem eigenen Blickfeld verbannt. Im krassen Gegensatz dazu steht in anderen Fällen eine Überfürsorge, die den Betroffenen kaum Raum zur Verarbeitung ihrer Erlebnisse lässt.

Die Traumatisierung, die Betroffene durch die Tathandlung erleben, wird durch das Verhalten des sozialen Umfeldes und die Reaktionen der sozialen und rechtlichen Instanzen und Institutionen schlimmstenfalls verstärkt und immer wieder aufs Neue durchlebt. Experten sprechen hierbei von „Sekundärviktimisierung“.

Die Deutsche Kinderhilfe fordert, Betroffenenschutz und -beratung als staatliche Pflichtaufgaben ernst zu nehmen. An die Stelle institutioneller Viktimisierung, zum Beispiel im Strafprozess, muss die Anerkennung des Leids und der Erlebnisse der durch Straftaten Belasteten treten. Dafür setzen wir uns ein.

Kampagnen:

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Erweitertes Führungszeugnis

Die Deutsche Kinderhilfe e. V. fordert seit Langem eine gesetzliche Pflicht zur Vorlage und kontinuierlichen Aktualisierung des erweiterten Führungszeugnisses für alle, die mit und für Kinder arbeiten. Das Team der Deutschen Kinderhilfe geht mit gutem Beispiel voran: All unsere hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind verpflichtet, ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen und in regelmäßigen Abständen zu aktualisieren. Auch bei der Wahl unserer Projektpartner ist dieses Zeugnis Voraussetzung für die Zusammenarbeit. Zudem setzen wir uns auf politischer Ebene aktiv für die Ausweitung der Pflicht zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses ein.

Kindervertreter:

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Franziska Breitfeld | Assessor iur. / Volljuristin, Referentin Gewaltschutz und Familienrecht | E-Mail: breitfeld@kindervertreter.de